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Kameras im Retro-Look

 

Kameras im Retro- Look
Es wird immer beliebter und das bei fast allen Herstellern.
Leica hat es mit der M8 vorgemacht und der  Japaner macht es nach. Siehe Fuji X100 und Olympus Pen Das kennt man doch irgendwie aus der Historie. War es doch Contax und Leica die Kameras mit Wechseloptik und Prismensucher erfunden haben. Und Nikon und Canon die es verstanden haben daraus einen Massenmarkt zu machen. Doch ist das nur Fassade oder steckt hinter dem Retro Design auch noch etwas anderes. Ich kann ja nur mutmaßen, doch denke ich das mehr dahinter steckt. In den letzten 6 Jahren sind Digitalkameras mit immer mehr Funktionen aufgerüstet  worden. Und bei 90 % der heutigen Neuerscheinungen sind Funktionen wie GPS oder HD Video die (Key Features) geworden. Das ist für eine junge Multimedial affine Jugend in der Welt auch interessant und nützlich. Doch mit klassischer Fotographie hat es nur wenig zu tun und steigert das fotographische Ergebnis auch definitiv nicht. Warum sind also Kameras mit wenigen Funktionen wieder interessant?
Es liegt wohl daran das es vielen Nutzern doch auf das wesentliche ankommt. Einen guten Sucher, einfache Bedienung ein erstklassiges Objektiv mit  gute Verarbeitung. Das sind alles Dinge die bei den meisten kompakten Kameras nicht mehr die wichtigsten Kriterien sind. Doch Nutzer die nicht digital Native sind, und auch in den 80. Jahren mit genau diesen Werten gute Ergebnisse erzielt haben, möchten genau diese Funktionen auch wieder in einer Kamera sehen. Denn sie machen ja auch Sinn. Mit einem Ordentlichen Sucher ist man bei jeder Lichtsituation Herr der Lage. Es ist auch sinnvoll wichtige Parameter wie Zeit und Blende oder eine Belichtungskorrektur nicht erst im Menü unter 70 anderen Funktionen suchen zu müssen,  sondern sie direkt mit gut positionierten Einstellrädern auf der Kameraoberfläche einstellen zu können. Halt einfach so wie früher. Den Herr Barnack von Leitz hatte auch schon in den 20. Jahren begriffen worauf es ankommt. Aber so wird glücklicher weise das Rad halt noch mal neu erfunden.  Auch bei den Objektiven geht es in dieser Kamera-Sparte einen erfreulichen Weg. Weg vom Super-Zoom,  mit seinen völlig übertriebenen Brennweiten (600mm), hin zu dem was in der täglichen Praxis gebraucht wird. Feste Brennweiten mit hoher Lichtstärke 28mm; 50mm; 90mm. Damit deckt man 90% aller Situationen ab, egal ob Portrait Reportage oder Landschaft und Architektur. Und durch die konstruktionsbedingten Vorteile einer festen Brennweite auch in einer Qualität die so nicht annähernd mit einem Allround-Super-Zoom zu erreichen ist. Hier heißt es Klasse statt Masse, und das find ich gut.

 


Ein Kommentar to “Kameras im Retro-Look”

  1. bin 77 Jahre alt und sammle seit 30 Jahren Kameras, die mir gefallen.
    Erst als ich 40 war, konnte ich mir eine Leica M 6 kaufen, heute warte ich auf die Fuji mit wechselbaren Festbrennweiten. Warum ? Für mich gibt es keine schöneres forografieren als mit einem so wunderbaren Sucher, wie von Leitz abgeboten wird. Fuji brigt dazu noch das Display. Klar, das kann die M 9 auch, aber bezahlen kann ich sie nicht. Mit freundlichen Grüßen aus dem Saarland. Josef Welsch


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